Herr Zimmermann

September 22nd, 2009

In der Nachkriegszeit schlug sich der als „Verbrecherjäger“ und „Ganoven-Ede“ bekannt gewordene
Eduard Zimmermann  als Zeltarbeiter im Zirkus Hagenbeck und Garderobier von Willy Fritsch,
später als Dieb und Schwarzmarkthändler durch.
Er verbüßte im Zusammenhang  damit  eine Haftstrafe in der JVA Fuhlsbüttel.
Mit einem gefälschten Ausweis und Diplom fand er dann Arbeit als Straßenbauingenieur in Schweden.
Für eine Reportage im Auftrag der Zeitung Dagens Nyheter ging Zimmermann 1949 zurück nach Deutschland
in die sowjetische Besatzungszone.
Dort wurde er 1950 wegen Spionage angeklagt und zu 25 Jahren Gefängnis verurteilt.
Er musste vier Jahre seiner Strafe in der JVA Bautzen absitzen und kam am 17. Januar 1954 frühzeitig frei.
In der Folgezeit arbeitete er als freier Journalist sowie als Redakteur bei NDR und ZDF.

1966 erhielt er für die Moderation von Vorsicht Falle die Goldene Kamera.
Zur 100. Sendung von XY im Oktober 1977 wurde Zimmermann das Bundesverdienstkreuz am Bande,
im Juli 1986 dann das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen.
1982 erhielt er den Humanitären Preis der deutschen Freimaurer und 1990 einen Bambi.
Er war  Träger des Bayerischen Verdienstordens.

Seine Vergangenheit machte Ed Zimmermann  2005 durch eine Autobiografie bekannt.
In einem Interview sagte er: „Ich bin sozusagen der Beweis dafür, dass man von der schiefen Bahn
0icl wieder runterkommt, wenn man es will”….XYZzzzz was eine Geschichte…


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